Langweilige Präsentationen, monologisierende Reden, seelenlose Kurzvorstellungen. Gähn. 🥱 Wer kennt sie nicht! Du willst Gehör finden und die Aufmerksamkeit nicht nur erhalten, sondern auch sichern? Dann musst du ein paar wesentliche Dinge beachten.

Denn Sprechen geschieht immer dialogbezogen. Wenn ich kein Gegenüber auf dem Schirm habe, wird es schnell langweilig. Was kannst du also tun, damit dir das nicht passiert? Ganz einfach: probier es mit dem „Dialogischen Prinzip“ und stelle Fragen: stumm, aber konkret.

Beispiel gefällig?

Mein Klient plant einen knackigen, kurzen Image-Film über sein Angebot als Tontechniker. Der Text ist ok. Vor allem aber liest mein Klient den Text ab. Das klingt schwer nach Sprechroboter. Wie abgeliefert – aber auch nicht mehr. Wie’s spannender wird?

Als erstes: vergiss „richtig“ und „falsch“. Natürlich sollte dein Inhalt stimmen. Und du solltest dir eine gute, sprechfähige Vorlage geschrieben haben. Aber jetzt kommt’s auf was anderes an: bist du gut im Kontakt oder nicht? 🤔

Mein Tipp:

Schreibe dir interessante, witzige, provokante, frische Fragen oder Äußerungen für jeden einzelnen deiner Sätze auf. Dein eigenes Drehbuch. Dein gesprochener Satz ist dann die Antwort auf die Frage oder Äußerung. Für diese Übung ist ein echtes Gegenüber äußerst hilfreich. Mit etwas Übung klappt es aber auch in deiner Vorstellung. Oder du nutzt zwei Stühle: auf dem einen sitzt du als eine interessierte Fragenstellerin (im besten Fall die „Wunschkundin“), auf dem anderen Stuhl antwortest du. Je besser du im Kontakt bist, desto frischer klingt deine Antwort. Sobald du den Dialog (und sei er auch nur „vorgestellt“) verlässt, klingt das Sprechen monoton und unbeseelt. Überlassen wir letzteres doch lieber der KI.

Beispiel für meinen Klienten?

Frage: „Tontechnik braucht heute doch wirklich kein Mensch mehr, oder?“
Antwort: „Wer wirklich Anklang finden will, sollte in richtig abgestimmte Tonqualität investieren.“
Frage: „Ich habe Ihren Namen vergessen…irgendwas mit Scholz?“
Antwort: „Mein Name ist Friedrich Schulz!“
Frage: „Ach ja, Sie sind ein As an der Töpferscheibe , ich erinner mich. Sie lieben also Ton?“
Antwort : „Einen satten, stimmigen Ton für Ihre Sprachaufnahme zu finden: dafür arbeite ich leidenschaftlich gern, bringe meine langjährige Expertise mit ein und stehe ganz an Ihrer Seite.“
usw….

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Du suchst Unterstützung für deine überzeugende, inspirierende, lebendige, mitreißende Rede, deine Präsentation, deinen Pitch? Dann melde dich. Stimme und Sprechen sind meine große Leidenschaft. Und falls dein Drehbuch noch ein wenig hölzern klingen sollte: auch beim Texten bin ich für dich da.

Foto: Cathrin Bach

« Zurück zur Übersicht